Gesunde Zähne – Nicht so einfach wie man glaubt

Der erwachsene Mensch verfügt normalerweise über 32 Zähne. Ein Zahn hat mehrere Bestandteile aus welchen er zusammengesetzt ist. Genauer sind das Zahnkronen, Zahnhals und Zahnwurzel. Zudem besteht ein Zahn aus mehreren Schichten unterschiedlichen Materials. Die sichtbare und auch härteste Schicht wird Zahnschmelz genannt. Dieser liegt wie eine Glasur über dem innen liegenden Zahnbein. Das Zahnbein wiederum umschließt das Zahnmark, welches von Nervenfasern und Blutgefäßen durchzogen wird und somit den Zahn ernährt.

gesunde ZähneBesonders der Zahnschmelz ist für die Gesunderhaltung des Zahnes von großer Bedeutung. Die Hauptbestandteile des Zahnschmelz sind Calcium und Phosphat. Für Fluoride, Phosphat und Calcium ist der Zahnschmelz geringfügig durchlässig. Gerne werden in Zahnpasten Fluoride mit eingearbeitet, da mithilfe diesen Stoffs das Zahnschmelz gehärtet werden soll. Aber gerade Fluorid ist in vielerlei Hinsicht umstritten. Mehr dazu später.

Erkrankung des Zahnes

Die wohl häufigste Erkrankung der Zähne, ist die Zahnkaries oder auch Zahnfäule genannt. Nur ein Prozent der Erwachsenen ist in Deutschland kariesfrei. Karies entsteht durch einen Biofilm (Plaque), der Mikroorganismen enthält. Diese Mikroorganismen bilden Säuren, indem sie Kohlenhydrate verstoffwechseln.

Diese Säuren sind nun in der Lage die wichtigen Kalziumsphosphate aus dem Zahnschmelz zu lösen. Dieser Prozess kann nur durch Entfernen des Plaques, mittels korrektem Reinigen der Zähne gestoppt werden. Geschieht dies nicht, führt dies zu einer Entmineralisierung und somit zur Bildung einer kariösen Läsion im Zahnschmelz.

Zähne gesund erhalten

Das einfachste und effektivste und auch schnellste das wir tun können, um unsere Zahngesundheit zu erhalten, ist schlichtweg Zähne putzen. Mindestens zweimal am Tag sollte man Zähne putzen. Morgens und abends jeweils nach den Mahlzeiten ist die beste Zeit dafür. Man soll die Zähne mindestens 3 Minuten lang putzen und darauf achten, dass man die einzelnen Stellen immer in der gleichen Reihenfolge putzt und dabei keine Stelle auslässt.weißes Lächeln

Man kann sich nur dann effektiv vor Zahnfleischentzündungen und Karies schützen, wenn man die Zahnbürste richtig benutzt und die richtige Zahnputztechnik einsetzt.

Natürlich ist auch hier die Wahl der Zahnbürste entscheidend. Zahnfleischverletzungen kann man mit mittelharten abgerundeten Borsten aus Kunststoff verhindern. Die Zahnbürste sollte alle zwei Monate durch eine neue ausgetauscht werden. Der Grund dafür liegt darin, dass die alte gebrauchte Zahnbürste 30% weniger des Zahnbelags und damit auch weniger der säurebildenden Bakterien entfernt.

 

Nach der Karies kommen die Zahnfüllungen

 

Wenn Zähne nicht regelmäßig und korrekt gepflegt werden, kann dadurch wie bereits zuvor beschrieben, Karies entstehen. Die Karies-Läsionen führen bei ausreichender Zeit zur Zerstörung des Zahnschmelzes und somit zu Löchern in den Zähnen. Die schmerzenden Löcher werden von Zahnärzten mit Zahnfüllungen versehen. Dazu wird immer noch Amalgam verwendet.

Denn nur Amalgamfüllungen werden von den Krankenkassen übernommen. Dieser Stoff ist jedoch nicht unumstritten. Amalgam besteht bis zu 50 % aus Quecksilber, welcher sehr giftig ist. Dies kann sich aus dem Amalgam lösen und sich in anderen Teilen des Körpers festsetzen, was zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Inwieweit Amalgamfüllungen die Gesundheit beeinträchtigen, konnte bis heute nicht zweifelsfrei geklärt werden. Es gibt sowohl Studien die gegen den Einsatz von Amalgam sprechen als auch gegenteilige Studien, die die Wirkung von Amalgam als gesundheitsgefährdenden Stoff für sehr gering halten. Wer sich nicht sicher ist, sollte seine alten

Amalgamfüllungen durch modernere Kunststofffüllungen ersetzen lassen. Allerdings ist dazu zu sagen, dass der Austausch von Amalgamfüllungen nur dann von den Krankenkassen genehmigt und bezahlt wird, insofern eine Allergie oder anderweitig gesundheitliche Beeinträchtigung durch das Amalgam besteht. Sollte dies nicht der Fall sein, muss der Austausch der Zahnfüllungen aus eigener Tasche getragen werden.

Irgendwann, insbesondere wenn man schon älter wird, kann es auch passieren, dass man seine so wertvollen und ersetzbaren Zähne verliert. Dann bleibt wohl nichts anderes mehr übrig als eine Zahnprothese oder eben eine Zahnimplantation. Oder können Zähne auch einfach wieder nachwachen?

 

Nachwachsende Zähne, gibt es das wirklich?

 

Auf YouTube gibt es bisweilen einige englischsprachige Videos, in welchen behauptet wird, dass man durch eine spezielle Behandlung, mit einer Überdosis Calcium aus Eierschalen, Zähne nachwachsen lassen kann. Dabei sollen Zähne, die man bei einem Unfall oder anderweitig verloren hat, auf vollkommen natürliche Weise wieder nachwachsen. Doch, was ist da dran oder ist es einfach nur erfunden.

Die Idee dahinter

 

Unser Körper erneut sich ständig selbst. Sekündlich werden Millionen neue Zellen gebildet. Wunden heilen von alleine zu und Krankheitserreger, sowie Infektionen, werden von unserem Körper ohne unser Zutun beseitigt. So gesehen ist unser Körper schon ein rechtes Wunderwerk der Natur.

Zähne nachwachsenDer Gedanke hinter der Idee Zähne natürlich nachwachsen zu lassen, fußt genau auf diesem Prinzip. Warum soll es ausgerechnet bei Zähnen, wo es doch sonst überall im Körper möglich ist, nicht möglich sein, sie nachwachsen zu lassen. Selbst Knochen, die zu den härtesten Materialien in unserem Körper neben den Zähnen zählen, wachsen, nachdem sie gebrochen sind, wieder zusammen. Die Annahme ist nun, da einer der Hauptbestandteile der Zähne Calcium ist, eben durch eine Art Überdosis, diese wieder nachwachsen lassen zu können.

Die Therapie mit den Eierschalen ist natürlich nur die halbe Wahrheit. In einigen Artikeln, die man online finden kann, wird zusätzlich dazu geraten, sich ausgewogen und gesund zu ernähren vor allem soll man säurehaltige Nahrungsmittel meiden, da diese den Zahnschmelz angreifen und so das Wachstum verhindern können.

Fakt ist allerdings auch, dass es bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür gibt, dass Zähne auf natürliche Art und Weise, durch ausschließlich die richtige Ernährung und ausreichende Zufuhr von Calcium, wieder nachwachsen. Aber es sei noch hinzuzufügen, dass das Fehlen von wissenschaftlichen Studien kein Grund ist, dass eine Behauptung nicht wahr ist. Denn in der Regel werden diese Studien nur dann durchgeführt, wenn ein wirtschaftliches Interesse dahintersteckt und die zu vermarktende Idee mit der Studie untermauert werden soll.

 

Der Stand der Dinge der Zähnenachwachsforschung

 

Natürlich ist dies ein Thema, dass die Forschung schon lange beschäftigt. Stellen Sie sich vor, was für Vorteile es haben könnte, wenn sie ihre Zähne nachwachsen lassen könnten und nicht irgendwann altersbedingt alle Zähne zu verlieren und sich dann vom Zahnarzt die Dritten anfertigen lassen zu müssen. Gut vorstellbar ist ein solches Szenario auch dann, wenn man durch einen Unfall oder ähnliche Umstände Zähne verloren hat. Natürlich wird nach diesem Wunsch der Menschheit schon längere Zeit geforscht.

Eines vorweg. Die Wissenschaft ist noch nicht so weit, dass sie in der Lage ist, Zähne nachwachsen zu lassen. Dies beantwortet auch gleichzeitig die Frage, die im ersten Absatz dieses Artikels gestellt wurde. Ist es möglich durch eine Überdosis Calcium aus Eierschalen, Zähne nachwachsen zu lassen? Da die Wissenschaft offenbar noch nicht so weit ist, scheint auch das natürliche Verfahren mit Eierschalen wenig erfolgsversprechend.

Haizähne nahaufnahmeWie so häufig, ist die Natur Vorbild für viele Forschungen. So auch in puncto nachwachsen von Zähnen. Hier steht natürlich der Haifisch Pate. Dieser verfügt über ein sogenanntes Revolvergebiss.

Das bedeutet, dass sich im Kiefer des Hais, mehrere Zahnreihen hintereinander befinden. Brechen Zähne ab oder fallen diese aus, klappt einfach der nächste Zahn aus der dahinter liegenden Reihe nach vorne.

Für den Hai ist dies lebensnotwendig. Wir Menschen können zwar ohne Zähne auch ganz gut überleben aber aufgrund dessen, dass wir immer älter werden und die zweiten Zähne nicht immer sehr gut gepflegt werden, könnten wir einen dritten Satz Zähne sehr gut gebrauchen.

 

Aus Stammzellen Zähne züchten

 

Mit Laserlichtpulsen gelang es an der Harvard University, dem Team um Gewebezuchtexperte David Mooney menschliche Zahnstammzellen zur Produktion von Zahnbein anzuregen. Das Zahnbein ist ein knochenartiges Gewebe um den Zahnschmelz. Es wird auch Dentin genannt.

Die Bildung von Sauerstoffmolekülen im Zahnbein, wird durch das Laserlicht angeregt, wodurch dann ein Wachstumsstimulator (TGS-beta-1) aktiviert wird, welcher seinerseits die Bildung von Zahnbeinmaterial durch die Stammzellen anregt.

Wie man vielleicht erkennen kann, ist das Nachzüchten von Zähnen ein relativ aufwendiger Vorgang. Es darf bezweifelt werden, dass dies in den heimischen vier Wänden und nur unter Zuhilfenahme von Eierschalen, welche man in Fruchtsmoothies einmischen soll, bewerkstelligt werden kann.

 

Die Gefährlichkeit von Kalzium

 

Entgegen der landläufigen Meinung ist die übermäßige Zufuhr von Calcium durchaus gesundheitsgefährdend. Calcium sorgt nämlich auch für eine Übersäuerung des Blutes. Saures Blut in unserem Körper führt unweigerlich zum Tod. Nun gibt es aber eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die gute: unser Körper hat einen Weg gefunden, die Übersäuerung zu neutralisieren. Die schlechte: dazu benötigt der Körper einen Stoff, den er nur an zwei Stellen findet. Dieser Stoff nennt sich Phosphat.

Phosphat ist neben Calcium einer der Hauptbestandteile von Knochen und Zähnen. Phosphat liegt weder in den Zähnen noch in den Knochen alleine vor. Vielmehr ist es an Calcium gebunden. Dies nennt sich dann Calciumsphosphat. Was der Körper nun tut, ist schlicht und einfach das Calciumsphosphat aus den Knochen und Zähnen zu ziehen und damit die Übersäuerung des Blutes zu neutralisieren. Dazu wird aber nur das Phosphat verwendet und das nun wertlose Calcium über den Urin wieder ausgeschieden.

Fazit: mit der übermäßigen Zufuhr von Calcium in unserem Körper, sei es durch Eierschalen, Milch, Nahrungsergänzungsmittel oder andere Stoffe bewirten wir im Grunde genau das Gegenteil dessen, was wir eigentlich bewirken wollen. Nämlich die Zähne nachwachsen zu lassen.

Damit es erst gar nicht zu dem Zahnersatzproblem kommt, ist es es sehr wichtig, dass man seine Zähne jeden Tag pflegt. Dafür benutzen wir natürlich Zahnpasta. Fast jede Zahncreme besitzt aber auch Fluorid. Die Frage ist, ob Fluorid wirklich so ungefährlich ist. Fluorid ist leider giftiger als viele wissen.

 

Die Zahnpasta und das Fluorid Problem

 

Die Zahnpastawerbung will es uns immer wieder weismachen. Fluorid in unserer Zahnreinigungscreme soll die Zähne gesund erhalten und sie härter machen. Zum Teil stimmt dies auch, denn der Zahnschmelz ist in geringem Maße fluoriddurchlässig. Das Fluorid sorgt in unseren Zähnen dafür, dass der Zahnschmelz härter wird. Müssen wir dazu aber Zahnpasta verwenden, welcher künstlich Fluorid zugesetzt wurde?

Fluorid in ZahnpasteFluorid befindet sich nicht nur in unseren Zahnpflegemitteln. Auch in Trinkwasser, Speisesalz und anderen Nahrungsmitteln ist Fluorid enthalten, bzw. zugesetzt. Man sollte meinen, dass wir durch all die Zusätze in unseren Nahrungsmitteln ausreichend mit Fluorid versorgt werden. So erscheint es unnötig, diese auch noch unseren Zahnpflegemitteln zuzusetzen. Denn die Art und Weise wie wir Fluorid aufnehmen ist grundsätzlich unerheblich.

 

Rattenkrebs durch Fluorid

 

Es gibt tatsächlich wissenschaftliche Beweise, dass es ganz und gar nicht notwendig noch gesundheitlich förderlich ist zusätzliches Fluorid zu sich zu nehmen. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Auffällig ist es, dass in Gegenden, in welchen dem Trinkwasser Fluorid zugesetzt wird, die Ratten deutlich häufiger an Osteoporose, Zahnflurose und Krebs erkranken. In Gegenden, in welchen kein Fluorid dem Wasser zugesetzt wird, ist dies nicht der Fall. Ferner wurde in Harvard durch Experimente mit Ratten, welchen Fluorid durch das Trinkwasser zugeführt wurde, festgestellt, dass die Symptome des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms und der Hyperaktivitätsstörung (ADHS) deutlich zu erkennen waren.

 

Schäden im Gehirn durch Fluorid

 

Während des Krieges hat die IG Farben Pläne entwickelt, dem Wasser in besetzten Gebieten Fluorid zuzusetzen. Denn Fluorid verursacht in bestimmten Teilen des Gehirns leichte Schäden. Dies wollte man sich zunutze machen, um die Besetzer dumm zu machen. Es stellt sich dabei heraus, dass der eigene Willen der betroffenen Personen nur schwer zu behalten war. Die Bereitschaft ernannte Autoritäten und die Befehle dieser zu akzeptieren wuchs ebenso.

 

Fluorid und Karies

 

Die Kariesvorsorge ist unter anderem mit dem Begriff Fluoride stark verbunden. Der Forscher Gerald J. Cox schloss aus einem Versuch mit Laborratten, dass Fluorid Karies verringern würde. So entstand der Mythos, dass man zur Verbesserung des Zahnstatus Fluorid zuführen müsste.

 

Alternativen zu Zahnpasta

 

ZahnbürsteEs gibt natürlich auch Alternativen zur Zahnpasta im Supermarkt. Zum Beispiel kann man sich ganz einfach Zahnpasta selbst zusammenmischen. Das einfachste Rezept für selbst gemachte Zahnpasta besteht schlicht darin, dass man Salz in etwas warmem Wasser auflöst und damit seine Zähne putzt.

Eine weitere Variante besteht aus folgenden Zutaten: 125 ml Backnatron, einen Teelöffel Meersalz, zwei Teile Kokosnussöl und etwas Wasser. Diese Zutaten vermengt man dann in einem verschließbaren Behältnis zu einer Paste. Die Alternative Zahnpasta hält sich sehr lange.

Um den Geschmack etwas zu verbessern, kann man ätherische Öle hinzufügen, welche man in jeder Apotheke oder im Reformhaus kaufen kann. Wenngleich diese nicht ganz billig sind, kann man sie doch in allen selbst gemachten Kosmetikprodukten verwenden und sie halten sich sehr lange, da man pro Anwendung immer nur ganz kleine Mengen benötigt. Alternativ kann man sich seine Zähne auch einfach nur mit Natron putzen. Vielmehr Alternativen gibt es leider nicht.

Was man nicht tun sollte, ist, die Zähne ganz ohne Reinigungsmittel zu putzen. Die Zahnbürste alleine ist nicht in der Lage das komplette Plaque von den Zähnen zu entfernen.